Kunst und Kultur

Klokultur

Besonders ein Ort an der Schule bietet genügend Freiheit, seine Meinung kund zu tun. Auf der Toilette können sich anonyme Künstler*innen frei ausleben. Diesen Ort und diese Möglichkeit bezeichne ich als Klokultur.

Bei einem Rundgang durch die Mädchentoilette im F1 Bereich konnten die Verewigungen näher betrachtet werden. Während einer solchen Expedition lässt sich allerhand entdecken. An den Wänden der Kabinen sind zudem keinesfalls bloß grobschlächtige Ausrufe zu erkennen, tatsächlich wird sich sogar politisch geäußert.

„Eure Klimapolitik ist aussichtsloser als mein Abi.“, „Fck Nzs“ und „Fck climatechange“ sind Beispiele für anonyme Stellungnahmen in der Schultoilette. Außerdem wird sich mit „Jedes Geschlecht verdient Respekt.“ und „Hört auf, Menschen zu diskriminieren, bitte.“ auch für Gleichberechtigung ausgesprochen. Die Schultoiletten stellen, wie man sieht eine wichtige Leinwand für Meinungsbekenntnisse dar und machen einen großen Teil der Schulkultur aus. Dadurch, dass jede Mitteilung anonym bleiben kann, ist eine gewisse Freiheit gegeben.

Allerdings bestehen die schriftlichen Äußerungen nicht nur aus politischen Diskussionen. Die Wände sind auch mit Sprüchen wie „Was machst du gerade? Pipi?, Kaka?, Durchfall?“ verziert. Aber auch dieses amüsante Kunstwerk macht einen Teil unserer Klokultur aus. Mit dem Spruch: „Junge, wenn ihr hier schon scheißen geht, spühlt, ihr Spasten!!!“ wurden oft gedachte Gedanken in Worte gefasst.

Selbstverständlich steht auch eine Menge an den Kabinenwänden, bei dessen Anblick man die Hände über dem Kopf zusammenschlagen könnte. Dazu gehören beispielsweise die ca. 17 Beleidigungen , welche in insgesamt sechs Kabinen gezählt wurden, doch auch hierzu findet sich ein Gegenstück. „Wenn du es liest… Du bist wunderschön! Und bleib wie du bist und verändere dich nicht für andere!“, ist an einer Wand verfasst.

Wenn man sich nun zur Jungentoilette begibt, die Klokultur der beiden Geschlechter zu vergleichen, stößt man auf überraschend große Unterschiede! Während auf dem Mädchenklo ein mehr oder weniger intellektueller Austausch stattfindet, gibt es auf den beiden Jungstoiletten im F1 Bereich lediglich 3 schriftliche Äußerungen, die aus Abkürzungen und englischen Formulierungen bestehen! Hier scheint der Klokultur weniger Bedeutung zugesprochen zu werden oder sie wird anders ausgelebt.

Dieser Artikel soll allerdings keinesfalls motivieren, die Toiletten mutwillig zu zerstören. Viel mehr appelliere ich an den Erhalt unserer Klokultur! In den neu renovierten Klos sollte ein Wandabschnitt völlig der Klokultur gewidmet werden, sodass diese erhalten bleibt und die Sanierungsarbeiten wertgeschätzt werden. Denn Kunst sollte nicht als Beschädigung, sondern als Bereicherung angesehen werden. Und Kunst sollte nicht beschädigen, sondern bereichern. von Amelie

„Frohe Weihnachten“ von der Movie-Maker-AG

Ein Weihnachtsgedicht

Von Linus S. aus der 13.7

Oh Weihnachtszeit, oh Weihnachtszeit
die Bahn, sie kommt nicht, wenn es schneit
ich komm zu spät zum Unterricht
doch int’ressieren tut’s mich nicht

Oh Weihnachtsbaum, oh Weihnachtsbaum
du rettest nicht vor dem Alptraum
den das Vorabi in sich trägt
bis 3 Uhr wach, erneut zu spät

Oh Weihnachtsmann, oh Weihnachtsmann
bald fangen uns’re Ferien an
ihn ihnen bin ich froh und heiter
doch danach geht die Hölle weiter

Oh Winterwunderferien
ich fall durch die Kriterien
die Noten waren zu fatal.
Naja, vielleicht beim nächsten Mal.

„Polarlichter“ von Julie

Der Trailer zu dem Film „Weinachten“[sic!] aus der Robotik-AG vom Produzentenduo „Nice“ sorgt für ordentlich Weihnachtsstimmung an der IGS Linden!


Antonia, Sophie und Paula aus der 5a als Weihnachtsmann, Rentier und der bekannte Weihnachtshund

Ein Weihnachtsgruß von der Arabisch-AG

Der Zauber des Kinos

Seit 1895 schon kann man sich am Kino erfreuen. Es hat also eine lange Vergangenheit und meiner Meinung nach auch eine Zukunft. Trotz der ständigen Verfügbarkeit von Filmen, die man inzwischen praktischerweise bei sich zu Hause laden kann, ist der Zauber des Kinos nicht verflogen.

Vorhang auf:

Wenn man sich in den leicht schräg gestellten Sesseln im Kinosaal niederlässt und noch mit einem Bein in der realen Welt steht, während Werbung auf der Leinwand gezeigt wird, so wird die Verbindung zu dieser Welt gekappt, wenn der Vorhang noch ein bisschen weiter aufgeht, nun die ganze Fläche offenbart, und die Beleuchtungen erlöschen.

Von Dunkelheit umhüllt, vom Licht der Leinwand angezogen, wie Motten, gleitet man in ein anderes Universum, das durch den Film aufgebaut wird und nicht gestört werden kann. Kein Geräusch eines vorbeifahrenden Autos, keine anderen Verpflichtungen, die den Filmkonsum stören könnten.

Eine Kinowerbung besagt: „Kino ist, wenn man sich morgens schon auf abends freut.“ Sofern man den Kinobesuch in diese Zeit gelegt hat, was eigentlich egal ist, da im dunklen Saal die Zeit in gewisser Weise still steht und die Uhren anders ticken. Die Gedanken an das „Reale“ verblassen, der Kopf wird leer, doch bevor die Leere bemerkt wird, ist sie mit dem Zauber des Kinos ausgefüllt.

Das leise Rascheln von Popcorn erinnert daran, dass man nicht alleine zwischen zwei Welten baumelt. Nicht nur die eigenen Augen blicken gebannt auf die Leinwand und trotzdem fühlt es sich an, als würde die Geschichte nur für dich erzählt werden. Als wärst du ein unsichtbarer Teil von ihr.

Am Ende dann der Abspann, bei dem man sich fragen kann, ob er einen Sinn hat. Ich würde sagen: „Allerdings!“ Für mich ist der Abspann nach dem Film enorm wichtig, auch wenn ich das früher als anders befand. Er holt einen mithilfe des aufflackernden Lichts zurück in die Zeit, in der Uhren normal ticken und ist ein wichtiger Bestandteil des Kino-Zauberspruchs.

Abspann:

Schließlich nimmt man ein Stück aus dem anderen Universum, ein Gefühl, eine Wahrheit mit in die „reale“ Welt und lässt es dort echt werden.

Reale Welt:

Der Begriff „Kino“ kommt gesagt laut Wikipedia von dem französischen Wort „Cinématographe“ (zu Deutsch: Kinematograph). Das französische Wort ist aus den beiden griechischen Wörtern „kinesis“- Bewegung und „graphein“- zeichnen zusammengesetzt. Dies bedeutet daher so viel wie „bewegtes Bild“, also Film.

Von Amelie


Musik der 70er-ABBA-

Und (m)eine Hommage an die Musik

“ Kennst du ABBA?“

„Ja, ich glaube. Sind die berühmt? Wie viele Abonnenten haben die auf Youtube?“

Diese Antwort gab mir tatsächlich vor kurzem ein Freund.

Darum hier erklärt, wer ABBA ist. Die schwedische Band ABBA (von ´72 bis ´82) wurde 1974 durch den Eurovision Song Contest, der damals noch unter dem Namen ´Grand Prix Eurovision de la Chanson´ bekannt war, berühmt, indem sie mit dem Song ´Waterloo´ gewannen.

Der Bandname, welcher auf der ganzen Welt in aller Munde war, setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der zwei Frauen Agnetha und Anni-Frid (Frida) sowie den beiden Männern Björn und Benny zusammen.

Die vier waren befreundete Paare, von denen alle Personen bereits in der Vergangenheit äußerst musikalische Leben führten und teilweise schon Solokarrieren hinter sich hatten. ABBAs Logo kennt man auch mit dem linken, umgedrehten B. Dies soll durch Zufall bei einem Fotoshooting entstanden sein und habe bei der Band Gefallen gefunden.

Quelle: https://www.mopo.de/hamburg/40–schweden-kult-abba–quiz-zur-tribute–show-in-hamburg-649664

Aber weg von den Fakten. ABBA war nicht nur ein Hörerlebnis! Auch den Augen wurde durch die ‚ausgefallenen‘ Kostüme der Band einiges geboten. Ob Plateauschuhe, Umhänge, bunte Paillettengewänder oder eng anliegende Glämmeranzüge, ABBA war ein farbenfrohes Feuerwerk!

Björn an der Gitarre, komponierte mit Benny zusammen, dessen Instrument das Klavier war, und das er virtuos beherrschte, die charakterstarken Lieder. Typisch für die sind beispielsweise die oft übereinander gelegten Stimmen, die zu einer besonderen Tiefe im Stück beitragen. Agnetha und Frida, welche die meisten der Songs sangen, brachten auf der Bühne dann zusätzlich noch bemerkenswerte Choreografien zu Stande. Allerdings hatten sie eine zuständige Choreografin, wie sie einmal in einem Interview preisgaben. Besonders sympathisch finde ich den häufig angewandten ‚Rechts-Links-Schritt‘, der auch im folgenden Video verwendet wird.

ABBAs Musik ist in jedem Sinne mitreißend! Man kann mittanzen, mitsingen oder sich, bei einem traurigen Lied wie ‚The Winner Takes It All‘, mit geschlossenen Augen in den Tönen verlieren.

Musik kann für einen Moment alles sein, was es gibt und einen bis zum Rand ausfüllen, manchmal auch überlaufen lassen…

‚Thank you For The Music‘ von ABBA heißt eine Hommage an die Musik, in der sich die Band für die Musik, die ihnen gegeben wurde, und überhaupt für die Existenz von Musik bedankt. […] Wer hat herausgefunden, dass ein Nichts ein Herz kapitulieren lassen kann? / So, wie es eine Melodie schafft… / Wer auch immer das war, ich bin ein Fan! […], heißt es da, wenn man es auf Deutsch übersetzt.

Tja, wer war das? Ich denke, die Musik hat sich selbst erfunden und sie wird sich immer wieder neu erfinden. Musik ist ein hörbar gemachtes Gefühl, das Gefühle manchmal auch erst hörbar macht. Wie ein Lachen oder Weinen… In ihr können wir einen Teil von uns wiedererkennen oder selbst erschaffen.

Hiermit möchte ich mich für die Musik und auch für ABBAs wunderbare Musik bedanken. Dreimal hoch mit ihr und möge sie alles ausfüllen und gelegentlich auch überschwemmen.

Übrigens hat der Youtube Kanal ABBA ca. 1,72 Mio. Abonnenten, falls euch die Frage noch bis zuletzt unter den Nägeln gebrannt hat.


Essen im Unterricht?

Die äußerst wichtige und zu recht oft diskutierte Frage, ob Schülern während des Unterrichts in geringem Maße die Nahrungsaufnahme gestattet, oder ob diese gänzlich und indiskutabel verboten werden sollte wird im Folgenden nun ein weiteres Mal erörtert.

Gegen diese Zuführung von Konsumgütern spricht natürlich die Entstehung von Geräuschen, welche vor allem von Menschen mit erhöhter Geräuschempfindlichkeit als frappierende Beeinträchtigung wahrgenommen werden. Offiziell wird ein konstantes Geräusch über 55 Dezibel als Belästigung eingestuft und rechtlich geahndet. Der lauteste aufgezeichnete Biss in einen Apfel lag bei 79 Dezibel und steht im Guinness Buch der Rekorde. Dieser wäre somit eindeutig eine Belästigung, wenn er konstant direkt neben dem Ohr ausgeführt werden würde.

Autoritätspersonen könnten sich in ihrem Status angegriffen sehen, da die Geräuschentstehung der Nahrungsaufnahme eine wichtige Aussage der Lehrkraft stören könnte.

In einer sozialen Gesellschaft sollte im Idealfall natürlich auf alle Mitglieder dieser Rücksicht genommen werden. Außerdem ist die Geruchsbildung bei Speisen, z.B. bei jenen, die Knoblauch oder sonstige stark riechenden Bestandteile haben, ein enormer Stressfaktor für Menschen mit ausgeprägter olfaktorischer Wahrnehmung. Gut riechende Nahrungsmittel hingegen könnten den unangenehmen Zustandes des Hungers, der später noch deutlicher ausgeführt wird und den Schüler des Öfteren im Unterricht verspüren, stärken.

Auch könnte bei Schülern und Schülerinnen , die einen Hang zur Hyperaktivität haben, durch den übermäßigen Konsum von Zucker ein hervortreten dieser durchaus stattfinden. Hyperaktivität beeinträchtigt den flüssigen Fortgang des Unterrichts, da diese dazu führt das die Konzentration sinkt und somit dem Unterricht nur schwer gefolgt werden kann.

Ein wichtiges Argument für das Konsumieren von Lebensmitteln im Unterricht bezieht sich allerdings auf eben diesen Zucker, welcher in vielen Nahrungsmitteln enthalten ist. Glucose ist der Ausgangsstoff der Zellatmung, somit Grundlage für die Energiegewinnung und wird im Verlauf der Glykolyse, des Citratzyklus und der Atmungskette vollständig abgebaut. Hier bei entsteht ATP, welches auch als Energiewährung des Körper bezeichnet wird und maßgeblich an allen körperlichen Abläufen und Aktivitäten beteiligt ist. Die ATP-Moleküle werden nach der Gewinnung an Orte des Bedarfs transportiert, beispielsweise in den Bereich des Gehirns. Dort laufen die Prozesse nun aufgrund des energiereichen ATPs schneller ab, was zur Folge hat, dass die Schüler sich im Unterricht besser konzentrieren, schneller denken und ihre Aufgaben somit besser lösen können. In angemessenem Maße ist Zucker also enorm wichtig um eine vernünftige Unterrichtsverfolgung zu gewährleisten.

Auch die Kaumuskeln, welche beim Essen eine wichtige Rolle spielen, haben ihre Vorteile in Bezug auf die Leistungsfähigkeit im Unterricht. Forscher der englischen Northumbria University in Newcastle konnten beweisen, dass Das Kauen von beispielsweise Kaugummi die Blutzufuhr des Gehirns um bis zu 25 Prozent erhöht. Diese verstärkte Blutzufuhr sorgt dann wiederholt zu einer stärkeren Versorgung des Gehirns mit ATP und einer damit verbundenen höheren Konzentration und Aufmerksamkeit. Die Ursache vermuten Wissenschaftler in den ausgeprägten Kaubewegungen. Gerade wenn im Unterricht trockene Thematiken durchgenommen werden, die eine erhöhte Konzentration erfordern, ist es also wichtig diese zu Stärken.

Nicht förderlich für die Konzentration ist hierbei logischerweise der Hunger, welcher oftmals im Unterricht unterdrückt werden muss. Hierbei kommt es dann häufig zu Konzentrationsschwächen und einer daraus resultierenden abgeschwächten Produktivität, die durch die mangelnde Energie im Körper ausgelöst wird. Hinzu sind bei Hunger häufig Störgeräusche aus Richtung der Magengegend zu vernehmen. Diese stören das Unterrichtsgeschehen auf massive Art und Weise.

Um ein Kompromiss zu finden, könnte man im Unterricht in den Phasen, in denen der Geräuschpegel normalerweise bei über 55 Dezibel liegt das Essen erlauben, um die Geräuschbelästigung zu vermeiden. Ein Dezibelmesser wäre eine äußerst sinnvolle Anschaffung für den Unterricht. Zudem könnten Schüler und Lehrer gemeinsam eine „rote Liste“ mit verbotenen Lebensmitteln gestalten, um unangenehme Gerüche durch Nahrung zu vermeiden. Auch Nahrungsmittel mit hohem Zuckergehalt würden auf dieser platziert werden. Somit könnte man alle genannten Vorteile des Essens wahrnehmen. Dann bestünde eine Möglichkeit in der ein oder anderen Situation mal an einer Möhre zu knabbern und somit die Leistungsfähigkeit des Einzelnen zu steigern. In Klausuren ist ja genau aus den genannten Vorteilen das Konsumieren von verschiedensten Lebensmitteln gestattet, warum also auch nicht in einer Unterrichtsstunde diese Vorteile des Essens nutzen?

Antonia David und Carlotta Schaefer, po242


Stadtrandflair

Oh Vorstadt, wie sehr man dich doch lieben und zugleich hassen kann. Zwischen Einfamilienhäusern mit Garten und Sozialbau im DDR-Stil. Wo die Hecken gerader sind, als eine der Staatsgrenzen Afrikas und der Beton grauer ist, als die öden Witze Mario Barts. Wo der Rasen gepflegter, als die Frisur von Ursula von der Leyen ist und der Müll aus den Eimern quillt wie auf einem Festival. Wo die Fußmatten, die parallel zur Türschwelle gerichtet sind und lauter Gangster Rap vom Spielplatz dröhnt. Wo der Bankangestellte ein Haus hat und eine Familie sich 50m² teilen muss. Wo großbürgerliches Spießertum und sozialer Brennpunkt aufeinandertreffen. Wo der Tante Emma Laden der neben dem Marktgiganten bestehen muss. Wo der weite Blick auf die Felder und direkt aus dem Fenster auf Baubeton starrt. Wo große Industriehallen neben dem Gartenzwergsammler aufragen.

Die angenehme Stille und das Gefühl, allein zu sein.

Linus, P19